Radfahrbewegung

Slowenien: von Ost nach West

kolesarja popotnika 784 km
Juni + August 2021 : 7 + 4 Tage
<b>Hey!</b> In der Nähe der slowenischen Hauptstadt warten wir auf Bahnsteig 23 darauf … dass uns der slowenische <i>Maglev</i> zum Ausgangspunkt unserer <i>Radtour durch Slowenien</i> bringt. Einen halben Tag später geht es in/an dem Ort, an dem wir letztes Jahr unsere <i>Tour rund um Slowenien</i> beendet haben weiter. Da das Überschreiten der Grenzen (noch immer) eine zusätzliche Organisation erfordert und Unsicherheiten mit sich bringt, sind wir auch diesmal lieber zu <i>Hause</i> geblieben. Wir haben die Tour geografisch und zeitlich in zwei Teile geteilt. Die älteste Stadt Sloweniens. An einigen Fassaden ist dies noch zu sehen. Abends nehmen wir virtuell an den Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der Republik Slowenien teil. Am Vormittag des nächsten Tages löschen wir unseren Durst in den <b>Jerusalemer</b> Weinbergen. <i>Prost!</i> Der freundliche Bootsmann bringt uns nur mit der Naturkraft der <b>Mur</b> auf die andere Seite der Region – <b>Prekmurje</b>, wo wir köstlichen Fisch verkostet haben. Während oder nach dem Bau von (sicheren) Radwegen müssen diese <i>komfortabler</i> gestaltet werden, um die Nutzerzahl zu erhöhen. Vor 200 Jahren und mehr wurden (auch im Auftrag von Kaiserin Maria Theresia) Obstbäume entlang der Straßen gepflanzt. Diese dienten als Schatten und Nahrungsquelle. Es wird schwierig sein, mehr Schüler und Angestellte zu begeistern, bei 34 °C ohne Schatten mit dem Rad in oder von der Schule/Arbeit zu fahren. Vor dem <i>Vierlingsstrudel</i>, einer regionalen kulinarischen Spezialität, gönnten wir uns originelle Dödel und einen Teller voller lokaler Köstlichkeiten. Eine Übernachtungsmöglichkeit haben wir ausnahmsweise ein paar Tage im Voraus gebucht. Aber als wir im <b>Bad Moravske Toplice</b> ankamen, haben wir vergessen, wo wir die Unterkunft buchten. Ein Beispiel des Gebäuderecyclings: ein zerlegter Pavillon auf der Weltausstellung 2015 in Mailand, jetzt wieder als Mehrzweckgebäude aufgebaut. Einen Parkplatz ohne Schatten für heiße Wetterbedingungen zu bauen, ist ökologisch unverantwortlich. In der Mitte und am Rand gibt es noch genügend Platz für Bäume. In der Nähe der Toilettenpapierfabrik nutzen wir die hügelige Abwechslung. <b>Maribor</b>. Der älteste Weinrebe der Welt (>400 Jahre). Die 25-Liter-Jahresernte wird in 100 Protokoll-Geschenkflaschen abgefüllt. <i>Sicher ist sicher</i>. Versuche nun zu durchzwicken, sägen und flexen. Und das 5-mal. Auf das <b>Pohorje-Plateau</b> sind wir mit Hilfe von Sherpas geklettert. Die Radwegtransversale über das Pohorje verläuft nicht gerade, sondern bergauf-bergab-bergauf und ringsherum. Sie ist für <i>empfindliche</i> Radfahrer nicht geeignet. Der Weg ist markiert, aber meist an nutzlosen Stellen, wo man sowieso nirgendwo abbiegen kann, doch an Kreuzungen fehlt oft ein Wegweiser. <i>Nichtsahnend</i> schliefen wir auf einer Hochzeitslocation, deshalb machen wir uns auf den Weg, bevor die selige Braut und der vom Junggesellenabschied erschöpfte Bräutigam hier aufkreuzen. Genervt von den Wegen und Rutschen fahren wir runter in das <b>Drautal</b>, wo wir wieder in der Zivilisation ankommen. Anstatt sich satt zu essen, aßen wir eher erlesen. Der Helm diente eher als <i>Anhänger</i> statt <i>Aufsetzer</i>. Bei seinem Alter kann ich nur noch freundlichen Rat geben, anstatt vernünftig zu befehlen. Wenn die Wirtin die Phobie der Radfahrer gut kennt, dass die Räder über Nacht nicht gerne draußen gelassen werden. Einst verschmutzte die Blei- und Zinkschmelzerei mit giftigen Gasen die Umgebung und verhinderte das Wachstum von Bäumen. <b>Črna</b> na Koroškem. <b>Podolševa</b>. Über 1000 Metern: die schönste Panoramastraße Sloweniens. Mit Erlaubnis des Hofbesitzers veröffentlichen wir das meistfotografierte slowenische Berggut. Wir wussten nicht, dass es auch ein Verkehrsschild für spiegelte Gefahr gibt. 1986 wurde für einen TV-Spot eine riesige Tafel im Tal aufgestellt, auf die ein Mann mit einem Pinsel das Logo Sloweniens mit einem Lindenblatt zeichnet. Die Kampagne wurde ausschließlich zur Förderung des slowenischen Tourismus konzipiert. Aber sie löste eine unerwartete Reaktion der Slowenen und den Wunsch nach einem eigenen Staat aus. Nächtliche Wettervorhersage: Gewitter mit heftigen Schauern. Da wir in einem wasserdichten Unterschlupf übernachteten, hat das örtliche Gewitter nur die Umgebung von <b>Luče</b> berieselt. Wir überwinden einen weiteren Aufstieg und gravitieren ins <b>Laibacher Tal</b>. Aus eigenen <i>Arbeitserfahrungen</i>: noch viel größere Lasten können auf einem Rad transportiert werden. Einige Meter vor dem Zuhause warten wir unter dem Dach, dass das Unwetter vorbeizieht, um noch das letzte Foto vom ersten Teil der Tour zu machen. 7 Wochen später: Nach einer <i>kurzen</i> Pause – geht es mit dem zweiten Teil der Tour im westlichen Teil Sloweniens weiter. Im Heimatort des Königs der Tour de France 2020 und 2021, Tadej Pogačar fahren wir noch eine gelbe Ehrenrunde. Der Flughafen Ljubljana ist <i>etwas</i> kleiner als z. B. Frankfurt, deshalb muss man hier Glück haben oder genügend Zeit, um eine solche Szene einzufangen. <b>Brezje</b> ist die am stärksten besuchte Pilgerstätte Sloweniens. Mittlerweile gehören auch (wir) Radfahrer zu den neuen Pilgern. Eine verlassene Tankstelle wurde als Drive-in-Markt wiederbelebt. Unser Kollege deutete an, dass es für Leser lehrreich wäre, unter jedes Foto zu schreiben, wo es aufgenommen wurde. Wir befolgen seinen Rat: nachts um den <b>Bleder See</b> … … am nächsten Morgen folgen wir wieder dem Rat und fahren erneut um den See. Es wird versprochen, dass der <b>Bleder See</b> und der <b>Bohinjer See</b> bald mit einem Radweg verbunden werden. Daher nutzen wir die letzte Chance, um die regionale Straße zu <i>genießen</i>. Preisfrage: Was endet am Schild und was beginnt? Die Verwendung einer <i>Flamingo</i>-Luftmatratze ist auf dem <b>Bohinjer See</b> verboten, da diese das Erscheinungsbild ruiniert.  Durch einen <b>6</b> km langen Tunnel fahren wir in das <b>Tobeltal Baška grapa</b>. Er wurde per Hand am Beginn des letzten Jahrhunderts in nur <b>6</b> Jahren in den Stein gemeißelt. <i>Štrukelj</i> nach altem Rezept aus Mehl mit Aktivkohle, Roter Bete und Quark zubereitet. Ökologisch angebaut und hausgemacht. Gegen Abend wissen wir noch nicht, wo wir übernachten werden. Jetzt wissen wir, dass wir in einem Bärengebiet schlafen. <i>Pssst!</i> Frühmorgens, direkt am Ungewitter entlang, jagen wir vom <b>Nanos-Plateau</b> ins <b>Vipava Tal</b>. Es erreicht uns gerade, als wir zum Selbstbedienungsfrühstück unter das Viadukt fahren. Der Anti-Sturm-Aufstieg und die nasse Fahrt zur <b>Adriaküste</b> waren ein idealer Test für zukünftige Radtouren durch Island. Wir veröffentlichen die Beschreibungen unserer Radtouren auch auf der deutschen Reiseseite. Bisher haben sie mehr als 148.000 Besucher gelesen. Wenn dich das <i>Glück</i> zum richtigen Zeitpunkt trifft: Der Reifen hat erst im trockenen seinen Geist aufgegeben. Bis 2017 fuhren Autokolonnen auf der Küstenstraße <b>Koper – Izola</b>. Heute sind das hübsche Feen. Und fesche Radfahrer. Eine idyllische Aussicht. Fast. Wenn sie nicht von dem Überseefrachter im Hintergrund ruiniert worden wäre. Auf dem Parenzana-Radweg keuchen wir mit der <i>Pendolinogeschwindikeit</i> durch einen verlassenen Eisenbahntunnel. Von allen Radtagen war der letzte Tag der <i>kontrastreichste</i>, deshalb genießen wir die letzten Momente an der <b>Adria</b>. Klicken Sie auf die Karte und sehen Sie sich noch unsere Reise rund um Slowenien an.

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