Die Reise zum Anfang

Schweiz und Liechtenstein

kolesarja popotnika 475 km
August 2022 : 9 Tage
<b>Grüezi!</b> Wir wollten das Auto eigentlich in einem Camp am Bodensee lassen, da dort aber niemand ans Telefon ging, ließen wir es nahe dieser Grenze in <b>Feldkirch</b> stehen.Wir konnten das 15. Land auf die Liste der Länder, die wir mit dem Rad besucht haben, hinzufügen: das Fürstentum <b>Liechtenstein</b>. Wir haben es komplett durchquert. Aha, für die, die uns noch nicht kennen: Wir sind Robert, der Vater vom Sohn und Aleks, der Sohn vom Vater. Wir ziehen ein seeehr dickes Portemonnaie mit CHF aus der Mottenkiste hervor. Nach gut einer Stunde fahren wir schon durch das dritte Land: die <b>Schweiz</b>. Diese Tour wollten wir bereits im Jahr 2020 machen, haben sie aber aufgrund der pandemischen Beschränkungen 3-Mal abgesagt. <b>Chur</b> promoviert sich als älteste Stadt der Schweiz, dies ist aber nicht zu merken. Überall sieht man (un-)geschriebenen Regeln, die immer eingehalten werden. Deshalb herrschen im Land Ordnung und Disziplin. <b>Rheinschlucht</b>. Gut drei Tage lang radelten wir dem Fluss entlang in Richtung seiner Quelle. Wasser gibt es im Überfluss überall (kostenlos). <b>Tujetsch</b>. Unser Zelt ist eigentlich olivgrün. Höchste Zeit, das Telefon mit Schrottkamera zu ersetzen. Als Aleks aufwachte, verbesserte er mit seinem Telefon den Eindruck. Vor dem Bau, auch z. B. von Hochhäusern müssen <i>Drahtmodelle</i> des Gebäudes im Maßstab 1:1 aufgebaut werden, damit sich alle Beteiligten ein besseres Bild darüber verschaffen können. Obwohl in diesem Gebiet mit einer Drohne geflogen werden kann, wollte unsere einfach nicht abheben und den Aufstieg über die Serpentinen filmen. <i>Znüni</i> haben wir den Oberalppass (2.044 m) erklommen. Die Schweiz ist <i>a bltzeli</i> teurer. Geben Sie zu <i>leckeren</i> Preisen ein paar Franken hinzu und Sie erhalten <i>hungrige</i> Preise in Euro. Am Bahnhof haben wir ein Wi-Fi gefangen und unseren Drohnecontroller aktualisiert. Die aktualisierte Drohne befindet sich wieder dort, wo sie sich am besten fühlt und wir gravitieren zufrieden weiter. <b>Schöllenenschlucht</b> und <b>Teufelsbrücke</b>. Im Grunde waren es 3 Brücken. Die erste wurde im Jahr 1230 gebaut und ist heute im Fundament der unteren Brücke <i>versteckt</i>. Wir sind schon beide ein bisschen <i>langeweilt</i> vom kitschigen Postkarten Wetter. Er wollte schon immer ein <i>Taschenmesserli</i>. Wir nutzten die Gelegenheit aber nicht in irgendeinem <i>Ladeli</i> sondern im Werksgeschäft. Das Messer erhielt noch ein persönliches <i>Tattoo</i>. Anscheinend hat er (nur) ein Fetisch für Schuhe. Uns ist das vor Jahren passiert, als uns eine Frühstückstüte angeblich von einem Fuchs aus dem Vorzelt gestohlen wurde. Das linke (analoge) Foto wird noch nach 50 Jahren erhalten sein, das rechte (digitale) wahrscheinlich nicht. Wir haben uns dem ersten morgendlichen Arbeiterzug, der die Bergbewohner mit Online-Einkäufen und die Restaurants mit Lebensmitteln beliefert, auf die Spitze begeben. Für 20 € haben wir 500 Gesprächsminuten und 500 MB Datenvolumen gekauft, sonst hätten wir für so eine Menge nach dem regulären Roaming-Gebühren mehr als 6.000 € bezahlt. Mit dem schnellsten Dampfschiff der Welt, das seit 1913 auf dem See fährt, wurden wir auf die andere Seite des <b>Vierwaldstättersees</b> gebracht. Die max. Geschwindigkeit des Dampfers beträgt gut 31 km/h. Seltsamerweise sind die leicht zugänglichen, schnell rotierenden Teile schlecht vor den Passagieren geschützt. Die Schweiz hat 8,5 Millionen Einwohner, davon sind 25 % Ausländer. Es werden drei Amtssprachen angewendet. DEU, FRA und ITA. Die vierte Staatssprache ist Rätoromanisch. In unserer reichen Veloreisekarriere hatten wir an einem Ort noch nie so viele Optionen. <b>Zug</b> ist eine kleine, aber angenehme Stadt mit 30.000 Einwohnern. Es gilt als Steuerparadies, in dem 12.000 Unternehmen, darunter viele multinationale Konzerne, ihren Hauptsitz haben. Ich kehrte nach Hause zurück. In dieser Stadt verbrachte ich meine Kindheit. Auf den ersten Blick ist gar nicht zu merken, dass dies eine der teuersten Avenuen der Welt ist. Aber wenn man einen Blick in die Schaufenster wirft, sind Uhren für 50.000 € und mehr zu sehen. Jetzt würde ich nicht mehr gerne hier wohnen, aber ich bin meiner lieben Mutter und meinem lieben Vater DANKBAR für diese wundervollen Jahre. Die Straße, die ich zum Kindergarten <i>hochgekrochen</i> bin, wird in eine mehrstöckige Autobahn umgebaut. Brr! Ich war schockiert, dass der Kindergarten immer noch die gleichen Fenster, Fassade und Dachziegel hat wie zu meiner Zeit. Er sieht wirklich sehr heruntergekommen aus. Obwohl meine Eltern Slowenen sind, habe ich mit ihnen lieber im für mich heimischeren <i>Schwizerdütsch</i> gesprochen. Meine Muttersprache begann ich erst zu lernen, als wir nach Slowenien gezogen sind, wo ich die Grundschule fortgesetzt habe. Mein Deutsch frischte ich nach dem Umzug mir Kursen, besuchen von deutschsprachigen Ländern und deutschen Fernsehprogrammen auf. Der Kapitän brachte uns zu meinem Geburtsort, den ich erst zum zweiten Mal in meinem Leben besuchte. Das erste Mal besuchte ich ihn, als ich in dieser Entbindungsklinik in der Nähe von Zürich das Licht der Welt erblickte. Wenn dich die Nachricht, dass es VOLL ist, vom Übernachten abwenden soll, bedeutet dies noch nicht, dass man hier nicht übernachten kann. Für ein <i>Zeltli</i> und 2 Velos findet sich (fast) immer noch Platz. Wir haben die Tour in kürzeren Tagesetappen aufgeteilt. Wir hatten also genug Zeit, Orte zu besuchen, die mit mir verbunden sind. Hier stellen wir nur einige davon vor. Ab meinem 1. Lebensjahr war ich längere Zeit in der Betreuung bei einem Schweizer Ehepaar. Ich nannte sie m)<b>Ama</b> und p)<b>Apa</b>. Auch als ich schon in Slowenien lebte, luden sie mich oft zu längeren Ferien zu sich nach Hause ein. Sie wohnten in diesem Ort in einem typischen schweizerischen <i>Holzhüsli</i>. Danke an Regula und Noldi, dass ich meinem Sohn diesen Hof zeigen konnte. Das Haus rechts wurde vor Jahren abgerissen und neu erbaut. Im Brunnen, in dem wir badeten, fließt noch immer Wasser. Nur einige Meter entfernt befindet sich ein Steinbruch, wo wir immer geklettert sind. Immer in Aktion. Schöne Erinnerungen. Leider ist Apa vor ein paar Monaten verstorben. Ama schon vor 25 Jahren. Wir fahren hinunter zu unserem Ausgangspunkt dem Rhein. Wir versorgen uns noch mit <i>öppis</i> schweizerischen Leckereien. Wir haben in 9 Tagen erfreut sehr bescheidene 1.700 € ausgegeben. Den <i>freien</i> Nachmittag nutzten wir für einen Ausflug (mit dem Auto) in den Kanton <b>Appenzell</b>. Die Viehwanderung ist für die Einheimischen immer ein festliches Erlebnis. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, entfalten Bergsteiger über diesem Felsen die mit 80 x 80 m größte Schweizerfahne der Welt. Den Gipfel konnten wir auf dem vorherigen Bild nicht bewundern, aber die Sicht öffnete sich uns noch rechtzeitig auf dem Weg ins Tal. Wir beenden die nostalgische <i>Reise zum Anfang</i> und kehren voller Emotionen in die aktuelle Heimat zurück.

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